Während zehn Jahren werden die Kinder in Jahrgangsklassen in unserer Bieler Schule unterrichtet. Mit dem vielfältigen Lehrplan unterstützen wir sie auf ihrem Weg zu eigenständigen, kreativen und sozialkompetenten Persönlichkeiten.
Unsere Schwerpunkte
Ganzheitliche Bildung
Die Steinerschule vermittelt eine Bildung, die sich durch ein ausgewogenes Verhältnis zwischen intellektuellen, handwerklichen und künstlerischen Tätigkeiten auszeichnet. Sie erfüllt damit die bekannte Forderung Pestalozzis, «Kopf», «Herz» und «Hand» gleichwertig auszubilden. Damit ist nicht nur die Schulung des Denkens und die Ausbildung praktischer Fertigkeiten gemeint, sondern ebenso die Entwicklung sozialer Fähigkeiten und persönlicher Verantwortung.
Der Lehrplan ist auf einer differenzierten Entwicklungspsychologie aufgebaut, die den Erziehenden eine lebendige Anschauung vom Wesen des Kindes gibt. Ausgehend von der Menschenkunde Rudolf Steiners sollen geistige, seelische und leibliche Aspekte des Menschen gleicherweise erfasst und zur Entfaltung gebracht werden.
Durch Erleben lernen
Bei der Vermittlung des Lernstoffs geht die Steinerpädagogik eigene Wege. Wissen soll mit den eigenen Sinnen erfahren werden. Das Lernen führt übers Tun zum Begreifen und übers Erlebnis zum Verstehen. Das gilt bei allen Hauptfächern – vom Lesen, Schreiben und Rechnen in der Unterstufe bis zu Chemie, Biologie oder Geschichte in den späteren Jahren.
In unserer hektischen Zeit bewährt sich der Epochenunterricht: Die Hauptfächer werden in Epochen von drei bis vier Wochen unterrichtet, jeden Vormittag in einer 90-Minuten-Lektion. Dies ermöglicht es den Kindern und Jugendlichen, sich vertieft mit einem Gebiet auseinander zu setzen.
Raum für Kunst und Handwerk
Ein vielseitiges Angebot von künstlerischen und handwerklichen Fächern und Projekten fördert musisch-handwerkliche sowie soziale Fähigkeiten und unterstützt die ganzheitliche Entwicklung. Dazu gehören:
Singen, Orchester, Chorprojekte
Rezitation, Theaterspiel, Eurythmie (Bewegungskunst)
Gestaltung mit verschiedenen Naturmaterialien in Handarbeit und Werken wie Wollverarbeitung, Stricken, Nähen, Schnitzen, Töpfern, Schreinern, Plastizieren, Steinmosaik, Kupfertreiben
Gartenbau, Landwirtschaftspraktikum, Forstpraktikum (9. Kl.)
Malen, Zeichnen, Formenzeichnen, Kunstgeschichte mit Kunstreise (10. Kl.)
Frühenglisch und Frühfranzösisch
Französisch und Englisch sind von der 1. Klasse an Teil des Unterrichts und leben dort in Liedern, Sprüchen, Versen, kleinen Gesprächsübungen. Ab der 4. Klasse kommen Schreiben, Lesen und Grammatik dazu.
Integration statt Selektion
Alle Kinder, unabhängig davon, welchen Beruf sie später ergreifen werden, haben die Möglichkeit, während zwölf Schuljahren zu einer umfassenden Allgemeinbildung zu kommen.
Kinder mit verschiedensten Begabungen bleiben in einer Klassengemeinschaft integriert, können voneinander lernen und wichtige soziale Erfahrungen machen. Die Leistungen der Schülerinnen und Schüler werden nicht mit Noten bewertet, sondern in einem Lehrbericht erfasst.
Blockzeiten und Mittagstisch
Der Unterricht findet in festen Blockzeiten statt. Bereits ab der 1. Klasse wird von Montag bis Freitag ein fixer Morgenblock von vier Stunden eingehalten. Für die einstündige Mittagspause besteht ein Mittagstisch.